Bestätigung der KL NRW

Am 27.11.2021 wurde der nordrhein-westfälische Landesverband auf dem Parteitag der Klimaliste Deutschland bestätigt. Ziel ist der Antritt und Einzug in den Landtag am 15. Mai 2022für wissenschaftlich fundierte, zukunftskompatible Politik.
 
Am Samstag wurde der Landesverband der Klimaliste NRW bestätigt. Der Landesverband hatte sich die Woche zuvor schon gegründet, musste aber auf dem entsprechenden Parteitag der Klimaliste Deutschland noch bestätigt werden. Die Klimaliste NRW tritt mit dem Ziel an, das Bundesland mittels sozialgerechtem Klimaschutz auf einen Weg zu bringen, der die Einhaltung der 1.5 °C Grenze ermöglicht. 


"Ich habe mich der Klimaliste angeschlossen, um mich gegen das Nichtstun, dass unsere Regierung seit Jahrzehnten lebt, zu wehren", erklärt Jacqueline Blum, Vorsitzende der Klimaliste NRW. "Wir haben keine Zeit mehr rumzuquatschen, sondern müssen endlich auch mal handeln! Jedes Zehntel Grad, das wir durch unseren Kampf auf politischer Ebene verhindern können, zählt!" 


Sowohl in der Vergangenheit, als auch während der Bundestagswahl zeigte sich, wie keine der etablierten Parteien ein Programm hat, das der 1.5 °C Grenze gerecht wird. Dabei sind die Flutkatastrophen, aber auch die Dürren der letzten Jahre, nur der Anfang der Klimakrise. In den kommenden Jahrzehnten werden Wetterextreme noch deutlich schlimmer werden – nicht nur für die zukünftigen Generationen, sondern auch für alle Menschen, die jetzt schon auf der Erde leben. Ein Nichthandeln ist unverzeihlich.


Insbesondere das Bundesland NRW gehört durch die Großindustrie, sowie durch den Abbau von Kohle und der besonders klima- und umweltschädlichen Braunkohle zu einem der größten CO2-Emittenten von Deutschland. In dem Bundesland fand die Besetzung des Hambacher Forst statt, und aktuell kämpfen Lützerath sowie weitere Dörfer darum, nicht für Braunkohle zerstört zu werden. Die Klimaliste NRW möchte den vielen Bewegungen zur Klimagerechtigkeit endlich Gehör in der Politik verschaffen. 


"Statt das große Einsparpotenzial in NRW zu sehen und alles für die nachhaltige Transformation in die Wege zu leiten werden Entscheidungen getroffen, welche die fossile Infrastruktur zementieren", erklärt Lukas Fix, zweiter Vorsitzender der Klimaliste NRW. "So wird immer noch an den Plänen festgehalten, welche Menschen für Braunkohle ihre Heimat wegnehmen und zeitgleich der Ausbau erneuerbarer Energie faktisch zum Erliegen bringen."


Mit dem Wechsel hin zu Klimaschutz könnten viele neue Initiativen angestoßen werden, die sowohl Menschen als auch der Natur zu gute kommen: Städte könnten autofrei werden und damit deutlich mehr Lebensraum und -qualität bieten, wie es die Städte Paris und Kopenhagen vormachen. Für Geschäfte, Cafes und Restaurants wäre dies - insbesondere nach der schweren Coronakrise - eine große  Chance. Von einem starken und günstigen ÖPNV würden sowohl Privatpersonen als auch Industrie profitieren, und er wäre gerade in einem der am dichtesten besiedeltesten Bundesländer wie NRW ein großer Gewinn. 
Die Klimaliste NRW tritt für radikalen, wissenschaftskonformen Klimaschutz an, gekoppelt mit sozial verträglichen Maßnahmen.  Nicolin Gabrysch, Gründungsmitglied der KL NRW und aktuell Ratsherrin im Stadtrat Köln, fasst den Grundsatz der Klimaliste NRW zusammen: "Grüner als die Grünen, linker als die Linken.  Da keine der etablierten Parteien konsequent und mutig genug die Klimawende voranbringt, machen wir Politik aus Notwehr."

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